Erklärung des Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken zum Apostolischen Schreiben Papst Benedikt XVI. "Summorum Pontificum" über den Gebrauch der römischen Liturgie aus der Zeit vor der Reform von 1970

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Meyer, Hans Joachim

Germania       07/07/2007

Zum heute veröffentlichten Apostolischen Schreiben Papst Benedikt XVI. "Summorum Pontificum" über den Gebrauch der römischen Liturgie aus der Zeit vor der Reform von 1970 erklärt der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Hans Joachim Meyer:

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken begrüßt, dass das von Papst Paul VI. auf der Grundlage der Konzilskonstitution über die Liturgie promulgierte Römische Messbuch weiterhin die einzige ordentliche liturgische Ausdrucksform der katholischen Kirche des lateinischen Ritus sein wird. Diese Reform hat ja nicht mit der liturgischen Tradition gebrochen, sondern deren ursprüngliche Gestalt als Feier des Volkes Gottes wieder klarer herausgestellt und in ihrem Sinnzusammenhang verdeutlicht. Dem entspricht auch die Möglichkeit zum Gebrauch der Volkssprache, was Latein als gemeinsame Liturgiesprache der Kirche nie ausgeschlossen hat.

Das ZdK erinnert sich dankbar der großen Freude vieler Katholiken in Deutschland über die Liturgiekonstitution des II. Vatikanums und die Reform Papst Paul VI. Beide waren ja gerade in Deutschland durch die liturgische Bewegung vorbereitet worden. Diese Zustimmung dauert bei der überwältigenden Mehrheit der Katholiken bis heute an. Zugleich unterstützen wir die Mahnung des Heiligen Vaters, dass jeder Gottesdienst in Würde und in Übereinstimmung mit den Regeln der Kirche zu feiern ist.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken hofft, dass sich die Erwartung des Heiligen Vaters erfüllt, die erweiterte Möglichkeit für die Feier des Gottesdienstes nach dem von Papst Johannes XXIII. neu herausgegebenen Römischen Messbuch möge innerhalb der Kirche eine befriedende Wirkung haben. Es wäre im Gegensatz zum klar ausgedrückten Willen von Papst Benedikt XVI., wenn diese außerordentliche Ausdrucksform der Liturgie als Zeichen gegen das II. Vatikanische Konzil missbraucht würde. Bekanntlich hatte Papst Johannes XXIII. an diesem auf Papst Pius V. zurückgehenden Messbuch im Vorgriff auf die Beschlüsse des Konzils bereits einige dringende Änderungen vorgenommen, insbesondere in Bezug auf unsere Haltung zu den Juden, unseren älteren Geschwistern. Was freilich blieb und offenbar bedauerlicherweise auch bleiben wird, ist die äußerst geringe Zahl alttestamentlicher Texte in der Leseordnung dieses Römischen Messbuchs.

Nicht nur für die Anhänger der Tridentinischen Messe sollte das Wort des Papstes in seinem Begleitbrief an die Bischöfe gelten, dass die Verantwortlichen in der Kirche die Verpflichtung haben, „alle Anstrengungen zu unternehmen, um all denen das Verbleiben in der Einheit oder das neue Finden zu ihr zu ermöglichen, die wirklich Sehnsucht nach Einheit tragen.“

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Inserito 01/01/1970